Gruppenunterkünfte in Cromvoirt

Der Ortsname "Cromvoirt" besteht aus den Teilen "crom" und "voirt". Letzterer bezeichnet eine Furt an einem Fluss oder Bach (möglicherweise der Zandleij, die durch Cromvoirt fließt). Zusammen mit dem Namensteil "crom" wird die Bedeutung zu: Furt an einer Fluss- oder Bachbiegung. Die älteste bekannte Spielart des Namens lautet "Crumvoert".

Die Siedlung Cromvoirt muss um das Jahr 1100 am Übergangsbereich zwischen höhergelegenen sandigen Böden und dem niedrigeren Flussbett der Maas entstanden sein. Um Überflutungen zu verhindern, wurde der Ort mit einem Ringdeich umgeben. Diesen kann man als den "Cromvoirter Deich" noch heute in der Landschaft erkennen. Dieser Deich war nicht immer zuverlässig, und es kam trotz seiner zu zahlreichen Überschwemmungen. Noch 1741 war von einer Verwüstung des Orts die Rede, weil dieser Deich gebrochen war.

Die älterste Urkunde, in der der Name Cromvoirt erwähnt wird, ist ein Verwaltungsakt von 1312. Cromvoirt gehörte zum "Kwartier van Oisterwijk" der Meierei von Herzogenbusch. Verwaltungstechnisch bildete es eine Einheit mit Vught und hatte zwei Schöffen an den Dingstuhl von Vught zu entsenden.

In Cromvoirt gab es eine dem heiligen Hubertus geweihte Kapelle, die spätestens seit 1485 bestand. Diese gehörte zur St.-Lambertus-Gemeinde von Vught. 1648 allerdings wurde diese Kapelle von der staatlichen Regierung geschlossen. Ende des 18. Jahrhunderts stürzte die Kapelle ein, und der noch stehende Turm wurde 1824 abgerissen. 1717 wurde Cromvoirt eine eigenständige Gemeinde, die ebenfalls St. Lambertus geweiht war und als Scheunenkirche diente. Cromvoirt errichtete 1888 die derzeitige St.-Lamberti-Kirche nach einem Plan von Carl Weber. Nach der Sprengung des Kirchturms im Jahre 1944 wurde an dessen Stelle ein niedrigerer Turm gebaut.

Zwischen 1811 und 1933 war Cromvoirt eine eigenständige Gemeinde, zu der auch der Nachbarort Deuteren gehörte. Das Wappen der Gemeinde, die 1818 gegründet wurde, zeigt den heiligen Lambert. Dieses Wappen geht nicht auf ein älteres Siegel zurück, denn ein solches existiert nicht. Anfänglich hielt der Gemeinderat seine Sitzungen in einem Sekretariat, später in einem Schulhaus ab. Erst 1899 erhielt Cromvoirt ein Rathaus, das an der Sint-Lambertusstraat errichtet wurde und bis heute steht. Dessen Entwurf stammt von dem Nimweger Architekten Derk Semmelink. Die Gemeinde hatte aufgrund ihrer geringen Größe mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen.

Am 1. Januar 1933 wurde Cromvoirt Teil der Gemeinde Vught, wohingegen Deuteren der Gemeinde Herzogenbusch zugeordnet wurde. Damals zählte der Ort 687 Einwohner.

 
 

            

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