Gruppenunterkünfte in Gasselternijveen

Gasselternijveen – in der Gemeinde Groningen amtlich genannt Nieveen – ist ein Dorf in der Gemeinde Aa en Hunze mit etwa 2.000 Einwohnern. Das Dorf liegt am östlichen Ufer des Flusses Hunze, auch bekannt als Oostermoerse Vaart. Entlang dieses Flusses wurden in den vergangenen Jahren verschiedene Naturentwicklungsprojekte durchgeführt. In der unmittelbaren Umgebung des Dorfes befinden sich auch Wälder.

Im späten Mittelalter siedelten sich Bauern aus Gasselte auf den Sandkämmen entlang des Hunze-Flusses an. In dieser Region ließ man hauptsächlich Vieh weiden. Später entstand in Gasselternijveen die erste niederländische Baptistengemeinde. Johannes Elias Feisser war bis zum 1. Januar 1844 Minister von Gasselternijveen. Ende 1843 wurde er u. a. durch Konflikte um die Kindertaufe von seinem Amt entbunden. Daraufhin kam Feisser mit deutschen Baptisten in Hamburg in Kontakt. Am 15. Mai 1845 wurden Feisser und einige Anhänger vom deutschen Baptisten J. Köbner in einem Torfkanal in Gasselternijveen durch Eintauchen getauft. Nach dieser Erwachsenentaufe wurde Feisser zum Wegbereiter der ersten niederländischen Baptistengemeinde (bekannt als die "Gemeinde der Getöteten Christen") berufen. Am 15. Mai 2005 wurde am mutmaßlichen Ort der Taufe eine Gedenksäule zur Erinnerung an dieses erste baptistische Eintauchen in den Niederlanden enthüllt.

Gasselternijveen hat sieben Eintragungen im nationalen Denkmalregister, darunter De Juffer (eine Mühle aus dem Jahre 1971), ein Reederhaus (ab 1801 mit jüngerem Anbau), der ehemalige Katechismusraum und das ehemalige Rathaus. Weitere interessante Sehenswürdigkeiten in Gasselternijveen sind die evangelische Kirche (eine sogenannte Waterstaatskirche) von 1859 – die eine Vorgängerkirche aus dem 17. Jahrhundert ersetzte – und die Reformierte Kirche von 1867, die seit ihrer Schließung 1993 als Gruppenunterkunft genutzt wird.

 
 
 

            

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