Dieses Dorf in der Gemeinde Deurne in Nord-Brabant liegt an der Grenze zu Limburg bei Meijel.
Das Dorf ist noch jung. Erst um 1890 erhielt Neerkant ein Dorfzentrum in der Nähe des ehemaligen Weilers Moostdijk. Nach dem Bau der Kirche und des Klosters Ende des 19. Jahrhunderts kann hier von einem echten Dorf die Rede sein. Andererseits war dieses Dorf schon im Jahr 1890 zu einer unabhängigen Kirchengemeinde geworden. Als Kirchengemeinde bestand Neerkant aus einer Reihe von Weilern auf einem schmalen Felsgesteinsrücken.
Die erste Kirche wurde am 16. Mai 1891 von Pastor Van Erp übernommen. Danach wuchs das Dorf stetig an. Es gab zwei Mühlen (eine Dampfturbinenmühle und eine Windturbinenmühle), einen Bauernverband, eine Bauernbank und eine Molkerei.
Jedoch liegt ein hohes Nordwest-Südost-Sandgebiet zwischen zwei sumpfigen Hochlandgebieten, dem Deurnese Peel und dem Limburg Peel. In der Mitte des 19. Jahrhunderts begann die Region systematisch die Rinder für Brennmaterial zu gewinnen. Das Gebiet wurde für den großflächigen Torfabbau zugänglich gemacht. Rillen und Schlitze wurden zur Trockenlegung angezündet und für den Ablauf des Torfs Teiche genutzt. So wurden große Gebiete von De Peel ausgegraben, oft bis auf die darunterliegende Sandschicht. Spuren dieser umfangreichen Landschaftsgestaltung sind in De Groote Peel noch deutlich zu erkennen.
Nördlich von Neerkant fließt die Heitrakse-Schleife. Dies ist ein ausgegrabener Wasserlauf, der zur Aa führt. Der letzte Fluss fließt westlich der Sandgründe, wo Neerkant liegt. Zwischen dem Fluss und Neerkant liegt ein langgestrecktes aber schmales Waldgebiet: das Neerkantsbossen. Im Südwesten liegt die Groote Peel und im Norden die Heitrakse Peel. Im Osten befindet sich auch das Peel-Gebiet Het Zinkske, das Teil der Verwaltungseinheit Deurnsche Peel ist.
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